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Montag, 27. Juli 2015

I'm turning Japanese..

.. I think I'm turning Japanese, I really think so. 

 Als ich diesen Stoff in die Hände bekam war mir sofort eines klar: den muss ich haben! Und der zweite Gedanken war auch schon, dass ich ihn unbedingt so vernähen muss, dass der schöne Stoffverlauf möglichst gut zur Geltung kommt. Er besteht nämlich aus vier verschieden farbigen, sehr breiten, Streifen die sich über die ganze Breite ziehen. Die Musster sind jeweils gleich, es zieht sich nur von magenta über violett zu einem eher pinkstichigen rot zu orange. Die erste Idee war ein Maxikleid, aber für ein Kleid, bei dem wirklich der gesamte Verlauf zu sehen sein würde bin ich dann (zum Glück!) doch nicht dick genug. Also hieß es weiternachdenken und dabei viel mir bald ein: Moment, ich hab doch in irgendeiner Burda Plus einen Schnitt für einen Kimonomantel.....

Bei Burda Plus als Hausmantel gedacht und dementsprechend in beige mit schwarzen Blenden gehalten. Einziges Schmankerl, die schmückende schwarze Spitze. Trotzdem, eher eine Gähnpartie. Da glänzt mein Stoff schon viel mehr (ist auch Baumwoll-Satin) und wird sicher nicht nur Zuhause versteckt, das war mir sofort klar! Als ich meine Freundin Sarah besucht habe durfte er zum ersten Mal ausgeführt werden und sie war so lieb Fotos zu schießen. Das ganze war ganz spontan, also dient nur ihr Vorzimmer als "Location", aber wir wiederholen das sicher nochmal mit anderen Klamotten in schönerer Umgebung, hat nämlich mächtig Spaß gemacht!





Unter dem Kimono-Mantel hatte ich ein Outfit an, dass ich ganz ähnlich schonmal hier im Blog gezeigt habe. Da ist zumindest auch der Rock selbst genäht.


Lustigerweise kombiniere ich den wirklich fast immer mit dem Shirt darüber... Gefällt mir so einfach am besten.  Was man auf dem Foto leider gar nicht sieht, eigentlich ist das ein dreifarbiger Stufenrock, aber die unterste Stufe ist am breitesten. Vielleicht sollte ich doch mal ein anderes, kürzeres Shirt dazu anziehen.


Dionne gefällt es allerdings auch so! Das ist die schüchterne Katze von Sarah, die sich eigentlich vor Besuch versteckt. Nicht wie die kleine Rampensau, Odin. Der hat sich ja sofort auf mich gestürzt und sich über die Streicheleinheiten gefreut! Zuerst hat sich Dionne auch vor mir versteckt, aber dann hab ich sie doch gesehen und an meiner Hand schnuppern lassen und dann durfte ich sie sogar streicheln und sie ist um mich herum scharwenzelt und hat gar nicht genug bekommen. Ur süß! Und wie laut sie redet!

Foto bearbeitet von Sarah! :)
Sogar hochnehmen durfte ich Dionne, das hat mich total gefreut, weil meine zwei Katzen das absolut hassen und mir längst in den Arm gebissen hätten, wenn ich das gemacht hätte wie auf dem Foto. Hach, schon schön wenn man andere Katzen mal für ein paar Stunden liebhaben darf! Auch wenn meine natürlich den größten Platz in meinem Herzen einnehmen... ♥
...und so schnell kann man von schönen Stoffen, zu Kimono-Mänteln, zur Liebe zu Katzen kommen! Nochmal abschließend zum Kimonomantel, der ließ sich echt gut nähen. Ich hatte ihn an einem Tag (fast) komplett fertig, er besteht ja insgesamt nur aus 5 Teilen. Das Schnittmuster ist auch denklich einfach, nämlich eigentlich nicht vorhanden. Es gab nur Anweisungen, wie man Rechtecke etwas weniger rechteckig macht durch leichte Abschrägungen an den Ausschnitten. Das habe ich direkt auf den Stoff gezeichnet, weil man sich da echt das Papierschnittmuster sparen kann. Einzig die Blende habe ich am nächsten Tag nähen müssen, weil ich etwas spät am Tag angefangen hatte zu nähen und einfach schon zu müde und unkonzentriert wurde. Mir gefällt es total gut wie der Stoff ziemlich erhalten geblieben ist, der wirkt einfach am besten mit möglichst wenigen Nähten. Ich habe den leichten Mantel sicher nicht zum letzten Mal ausgetragen! Für kühle Sommernächte ist er perfekt.


Übrigens: Falls jemanden eine Verbindung bei den Blogtiteln auffällt... dass ist durchaus Absicht und ich denke da kommt noch mehr.Vielleicht nehm ich euch passend zum Sommer auf eine kleine Weltreise mit? ;)

Kommentare:

  1. Hui, der Stoff ist wirklich toll! Schöne Idee, ihn in einen Kimono zu verwandeln.
    Habe vor Jahren (2007) mal nach dem Schnitt vom Sommermantel auf der NuS-Page einen Mantel genäht, der ging bis knapp über's Knie. Verwendet hatte ich Fleece mit Schnörkel-Blumenmuster. Beim ersten Ausführen meinte eine Arbeitskollegin, ob ich meinen Schlafanzug anbehalten hätte. Seitdem habe ich nie wieder leichte Überziehjacken in so einer Länge genäht. Schön bei dir zu sehen, dass es auch andersherum geht - einen Hausmantel ausgehfein zu machen. Man muss bei manchen Schnitten eben das Potenzial sehen :-)

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    1. Danke Ette! :)
      Ich glaube, bei solchen Schnitten kommt es ganz arg auf das Material an... und auch wenn sich jemand bei dem Baumwollsatin vielleicht auch denken könnte es ist eigentlich ein Hausmantel - egal! Mir gefällts :D Hast du deinen schönen Fleecemantel dann wenigstens zuhause noch gut benützt? Der klingt nämlich sehr hübsch!

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